Verliebtheit ist KEINE Liebe…

Liebe Leserin,

in diesem Artikel möchte ich Ihnen den Unterschied zwischen „Liebe“ und „Verliebtheit“ erklären.

Und wozu?

Ganz einfach: Wenn Sie den fundamentalen Unterschied dieser zwei Zustände verstehen, werden Sie mit dem Thema „Beziehung, Männer und Liebe“ deutlich entspannter umgehen können.

Zumindest ist das meine Absicht😉

Denn wenn Sie einen Mann kennenlernen und sich in ihn „verlieben“, dann hat das mit „echter Liebe“ zuerst einmal ÜBERHAUPT NICHTS zu tun.

Stellen wir uns zum Beispiel Lena vor:

Sie schläft kaum noch, isst wie ein Spatz, hat Herzrasen, schwitzige Hände, kann sich kaum konzentrieren und gerät gelegentlich ins Stottern. Nicht, weil sie krank ist – sondern weil sie Mark getroffen hat.

Sie ist verliebt…

Und wie bei Millionen Frauen vor ihr beginnt an dieser Stelle ein gefährlicher Irrtum. Denn was Lena gerade fühlt, ist nicht Liebe – auch wenn es vielleicht den Anschein hat.

Es ist ein biochemischer Ausnahmezustand. Ein Cocktail aus Hormonen, der alles lahmlegt: den Verstand, den Appetit, die Fähigkeit, logisch zu denken – oder zu erkennen, ob dieser Mark eigentlich zu ihr passt.

Verliebtheit – der rauschhafte Ausnahmezustand:

Die New Yorker Anthropologin Helen Fisher wollte wissen, was da eigentlich genau passiert, wenn wir „verliebt“ sind – also mit den typischen Schmetterlingen, der Euphorie und dem Kontrollverlust. Sie untersuchte das Gehirn von 40 frisch verliebten Studentinnen und Studenten in einem Computertomografen (ein eher unromantischer Ort, um die Liebe zu erforschen).

Man zeigte den Teilnehmern während des Scans für jeweils 30 Sekunden das Foto ihres jeweiligen „Schwarms“. Ausgewählt wurden ausschließlich Männer und Frauen, die ganz frisch verliebt waren, im Höchstfall seit sieben Monaten.

Die Ergebnisse waren aufschlussreich: Zwei Hirnregionen leuchteten besonders stark – der sogenannte Caudate Nucleus, ein Bereich, der mit Dopaminrezeptoren geradezu übersät ist. Und die VTA-Region, eine Art körpereigene Dopaminfabrik im Hirnstamm.

Kurz gesagt: Das Gehirn geht in den Ausnahmezustand. Alles dreht sich nur noch um die eine Person.

Bei Lena heißt diese Person: Mark.

Der Körper produziert jetzt Dopamin:

Das Hormon, das Euphorie, Fokussierung und Belohnungsgefühle auslöst.

Gleichzeitig wird Norepinephrin freigesetzt – ein Stresshormon, das Energie liefert, obwohl sie kaum schläft. Das Herz klopft schneller, die Hände schwitzen, der Appetit ist weg.

Und der Serotonin-Spiegel? Sinkt deutlich.

Ein niedriger Serotoninwert ist typischerweise mit Zwangsgedanken und Angst verbunden – was erklärt, warum Lena nervös wird, wenn Mark nicht sofort zurückschreibt und warum sie an nichts anderes mehr denken kann. Warum sie, so glücklich sie sich fühlt, gleichzeitig auf eine Weise unruhig und verletzlich ist, wie sie es vorher kaum kannte…

Helen Fisher bringt es auf den Punkt:

Verliebtheit ist kein Zustand der Klarheit, sondern eher ein hormoneller Extremzustand, der in seiner Wirkung sogar mit einer leichten Psychose vergleichbar ist.

Oder wie der Neurologe Antonio Damasio es nennt: ein „vorübergehender Hirnschaden“.

Und was ist dann Liebe?

Liebe beginnt dort, wo der hormonelle Sturm langsam abebbt. Und ist erstaunlich ruhig…

Zwei andere Wissenschaftler, Andreas Bartels und Semir Zeki, untersuchten das Gehirn von Menschen, die schon länger mit ihrem Partner zusammen waren – im Schnitt 2 1/2 Jahre. Auch hier wurden Bilder des geliebten Menschen gezeigt. Doch diesmal aktivierten sich ganz andere Areale im Gehirn:

Statt Dopamin-Feuerwerk zeigte sich nun Aktivität im anterioren Cingulären Cortex: ein Bereich, der mit Mitgefühl, Bindung, innerer Stabilität und Reflexion in Verbindung steht.

Statt rauschhaftem Begehren entstehen nun Gefühle wie Vertrauen, Nähe, Zugehörigkeit. Und statt Dopamin und Norepinephrin übernimmt jetzt ein neues hormonelles Trio die Kontrolle:

  • Oxytocin – das sogenannte Kuschelhormon, das auch bei der MutterKind-Bindung, beim Stillen oder nach dem Orgasmus ausgeschüttet wird. Es erzeugt ein Gefühl von Wärme, Vertrauen und Verbundenheit.
  • Vasopressin – ein Bindungshormon, das (wie man sogar bei Präriewühlmäusen herausfand) für Treue und territoriales Verhalten sorgt.
  • Endorphine – körpereigene Glücksstoffe, die Ängste dämpfen, für Wohlgefühl sorgen und eine sanfte Euphorie erzeugen.

Lena braucht jetzt keine ständigen Textnachrichten mehr, um sich gut zu fühlen. Das Wissen darüber, dass Mark in ihrem Leben ist, reicht ihr.

Das große Missverständnis:

Doch genau an dieser Stelle machen viele Menschen einen Fehler. Wenn der hormonelle Rausch nachlässt, glauben sie: „Die Liebe ist vorbei.“

Der Sex ist nicht mehr so aufregend. Der Alltag hält Einzug. Die Eigenheiten des Partners rücken in den Vordergrund. Und plötzlich wirkt der Kollege oder der charmante Fremde an der Bar spannender als der vertraute Mann zu Hause.

Doch was wie das Ende aussieht, ist oft nur der Anfang: Der Übergang von Verliebtheit zu Liebe. Ein Übergang, der Mut braucht, Geduld und die Bereitschaft, den anderen wirklich kennenzulernen.

Helen Fisher sagt: Wir Menschen sind für zwei widersprüchliche Dinge geschaffen:

Verliebtheit und Bindung.

Die Verliebtheit sorgt dafür, dass wir uns überhaupt auf jemanden einlassen.

Die Bindung dafür, dass wir bleiben und gemeinsam durch Höhen und Tiefen gehen. Sie wissen schon: „In guten wie in schlechten Zeiten“…

Übrigens: In ihren Studien zeigte sich, dass die durchschnittliche „natürliche“ Beziehungsdauer (wenn man rein biologisch argumentiert) bei etwa vier Jahren liegt. Also genau der Zeitraum, in dem ein gemeinsames Kind aus dem Gröbsten heraus ist. Diese Zahl findet sich übrigens weltweit auch in den Scheidungsstatistiken wieder.

Mmhh…

Und was bedeutet das jetzt für Sie?

Tja, nur weil Ihr Herz rast, heißt das nicht, dass er der Richtige ist.

Und nur weil es ruhiger wird, heißt das nicht, dass die Beziehung tot ist.

Zwischen Himmelhochjauchzend und „Alles-vorbei“ liegt manchmal… die Wahrheit.

Verliebtheit ist wie Champagner – prickelnd, berauschend, schnell verflogen.

Liebe dagegen ist wie ein guter Wein: stiller, wärmer, tiefer.

Sie sollten wissen, was Sie trinken wollen – und wofür.

Und:

Wenn Sie mit einem männlichen Kandidaten zusammen sind, mit dem Sie sich WIRKLICH eine Zukunft vorstellen können, müssen Sie folgendes bedenken:

Bei Männern spielt sich der der Übergang von Verliebtsein zu Liebe anders ab, als bei Frauen.

Denn bei der genauen Analyse der Gehirnaufnahmen stellte Helen Fisher einen spannenden Geschlechtsunterschied fest:

Im Gehirn der frisch verliebten Frauen waren vor allem jene Areale aktiv, die mit emotionaler Verarbeitung, Erinnerungen und Aufmerksamkeit zu tun haben. Bei den Männern dagegen feuerten andere Regionen. Vor allem im oberen Schläfenlappen, der für sexuelle Erregung und visuelle Reize zuständig ist.

Mit anderen Worten: Während Frauen sich emotional vertiefen, reagieren Männer in der ersten Phase des Verliebtseins körperlicher und impulsiver.

Das heißt nicht, dass sie weniger fühlen. Aber dass sich das, was man Liebe nennt, bei Männern auf eine ganz andere Weise entwickelt.

Der Übergang von Verliebtheit zu Liebe wird bei Männern nicht in erster Linie durch Bindungshormone wie Oxytocin oder Vasopressin gesteuert, wie es bei Frauen der Fall ist.

Stattdessen hängt bei Männern eine emotionale Bindung von genau VIER weiblichen Eigenschaften ab, die eine Frau haben muss. 

Von Situationen, in denen sich Männer (bewusst oder unbewusst) die Frage stellen:

„Hat diese Frau Zukunftspotential? Oder war es doch nur der Reiz des Neuen?“

Und genau diese vier Eigenschaften sollten Sie kennen, wenn Sie wollen, dass aus Verliebtheit echte Nähe wird:

—> Hier beschreibe ich Ihnen diese vier Eigenschaften

Helen Fisher berichtet übrigens von Langzeitpaaren, die nach 20 Jahren mehr romantische Gefühle füreinander empfanden als Paare, die erst seit fünf Jahren verheiratet waren.

Ein schöner Beweis dafür, dass Liebe nicht verblassen muss …sondern wachsen kann.

Wie das gelingt – und vor allem, wie Männer diesen Weg überhaupt einschlagen – erkläre ich Ihnen in meinem kostenlosen Ratgeber „Das Einmaleins des Liebesglücks“.

Darin erfahren Sie:

  • welche Schlüsselmomente darüber entscheiden, ob ein Mann sich wirklich bindet
  • wie aus anfänglicher Nähe Verlässlichkeit und Tiefe entstehen
  • und wie Sie statt emotional leerzulaufen eine Beziehung aufbauen, die nicht verglüht, sondern Sie trägt

Denn wahre Liebe entsteht nicht zufällig, sondern durch die Entscheidungen, die Sie im Laufe einer noch jungen Beziehung treffen. .

Wenn Sie Beziehungen dauerhaft auf Augenhöhe und mit echter Tiefe führen wollen:

—> Dann ist mein kostenloser Ratgeber genau richtig für Sie.

In diesem absolut kostenlosen Ebook erkläre ich Ihnen, wann und wie sich entscheidet, ob ein Mann bleibt – oder weitergeht. Aus Gesprächen mit unzähligen Männern aller Altersstufen weiß ich, welche Signale sein Herz öffnen – und welche es verschließen.

Ob Sie ihn gerade kennengelernt haben, eine (On-off-) Beziehung führen oder schon länger zusammen sind… Sie bekommen von mir:

  • Praxisnahe Strategien & Beispiele, wie Sie „den nächsten Schritt“ einläuten
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  • Ein komplettes „Programm“ für eine glückliche Beziehung

Wenn Sie bereit sind, echte Verbundenheit zu leben, statt kurzfristige Herzraserei oder alltägliche Langeweile, sollten Sie sich das hier unbedingt anschauen:

—> Hier geht es zu den vier „magischen Eigenschaften“, mit denen sich Verliebtheit in echte Liebe verwandelt

Ich wünsche Ihnen alles Gute – im Leben und in der Liebe.

Ihr Freund

Christian Sander

 

„Die Liebe ist wie ein Glas. Es zerbricht, wenn man es zu unsicher oder zu fest anfasst“

(orientalische Weisheit)

 

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