Er ist „beziehungsunfähig“?

Liebe Leserin,

in den letzten Jahren meiner Beratungen hatte ich seltsamerweise immer wieder mit Fällen zu tun, in denen sich ein bestimmtes Schema wiederholte:

Etliche Klientinnen von mir lernten einen Mann kennen und begannen eine anfangs noch unverfängliche „Liaison“ mit ihm. Der männliche Kandidat gab ihr allerdings recht früh zu verstehen, dass er (zumindest „momentan“) keinerlei Interesse an etwas „Ernstem“ hatte. Dennoch traf er sich immer wieder mit ihr. Und sei es auch nur, um eine Nacht mit ihr zu verbringen.

Es war erstaunlich, aber gerade in den letzten Jahren kamen mir solche Fälle von „männlicher Bindungsangst“ immer häufiger zu Ohren.

Er will sich einfach nicht auf etwas Festes einlassen…

Ich fragte mich immer wieder, woran das wohl liegen konnte. Warum wollen sich in der heutigen Zeit scheinbar so wenige Männer auf eine feste und vertrauensvolle Beziehung festlegen?

Weil mir speziell dieses Thema („beziehungsunwillige Männer“) immer häufiger in meinen Beratungen begegnete, beschloss ich, genauer hinzuschauen. Ich interviewte ganz gezielt Männer, die sich in einer solchen „unverbindlichen Affäre“ mit einer Frau befanden.

Grundsätzlich ist es so, dass sich Männer nur ungerne mit ihren Emotionen beschäftigen. Darüber zu REDEN fällt ihnen noch viel schwerer, vor allem einer Frau gegenüber (sie glauben, dass sie sich ihr dadurch ganz und gar AUSLIEFERN würden)

Doch einem Mann gegenüber, noch dazu einem, der Verständnis für ihre Situation aufbringt, öffnen sie sich relativ schnell. Es entwickelte sich schnell eine Atmosphäre der „Kameradschaft“ in diesen Gesprächen.

Was ich im Verlauf all dieser Gespräche feststellte, überraschte mich persönlich zwar nicht, aber dennoch war es eine kleine Revolution:

Ausnahmslos JEDER dieser Kandidaten WÜNSCHTE sich insgeheim eine feste Beziehung. Und ausnahmslos JEDER war im Grunde ein anständiger und herzensguter Mensch, der von seiner persönlichen „Mrs. Right“ träumte.

Doch warum sabotieren diese Männer ihren Beziehungswunsch dann bei DIESER einen Frau, wo es doch offensichtlich ist, dass daraus mehr werden könnte?

Warum wollen diese Männer sich nicht fest an diese Frau binden?

  • Liegt es an ihr persönlich?
  • Liegt es an seinen Lebensumständen? (Jobwechsel, Umzug usw.)
  • Liegt es an seinen noch nicht verarbeiteten Ex-Beziehungen?
  • Liegt es womöglich am Aussehen der Frau (war sie nicht „hübsch genug“)?
  • Liegt es daran, dass er „grundsätzlich keine Beziehung haben wollte“?
  • Kann er womöglich einfach nicht „zu seinen Gefühlen stehen“?
  • Hat er Angst vor festen Bindungen?

Entgegen der oberflächlichen Annahme, dass es an solchen Gründen liegen könnte, stellte ich fest, dass NICHTS davon die Erklärung für sein Verhalten war.

Eventuell schob er solche und ähnliche Gründe als „Entschuldigung“ oder Ausreden vor, aber letztlich waren solche Erklärungen genau das:

Ausreden und Entschuldigungen.

Der wahre Grund für seine Unentschlossenheit zu einer festen Beziehung lag ganz woanders.

Einer der interviewten Männer drückte es so aus:

„Ich mochte diese Frau, sie war mir wirklich ans Herz gewachsen. Uns verband eine echte Freundschaft. Durch meine schmerzhafte Trennung von meiner Ex-Frau, die gerade mal 4 Monate her war, war ich aber nicht bereit, mich innerhalb kürzester Zeit in eine neue Beziehung zu stürzen, weshalb ich das Ganze eher noch „unverbindlich“ halten wollte. Nichts desto trotz – ich stellte mir mit dieser Frau DURCHAUS eine feste Beziehung vor – ich brauchte einfach nur noch mehr ZEIT.“

Mehr Zeit.

Das war die häufigste Aussage, die in meinen Interviews fiel…

Doch wozu mehr Zeit? Hatte sich in den Wochen und Monaten der „unverbindlichen Beziehung“ nicht längst herausgestellt, dass man zusammen passte?

Und war das, was man mittlerweile hatte, nicht eigentlich SCHON LÄNGST eine Beziehung?

Warum wollen sich so viele Männer nicht auf diesen Beziehungsstatus festlegen?

Warum lassen sie sich dieses gemeine Hintertürchen offen?

Sind sie zu feige? Zu ängstlich? Zu traumatisiert von ihrer Ex?

Nein, nein und nein…

Was sich innerhalb von all den Affären und unverbindlichen Beziehungen (mitunter auch „Freundschaft Plus“ genannt) insgeheim abspielte, war etwas ganz anderes. Etwas, das keiner der Betroffenen auf Anhieb erkennen konnte:

Es war die emotionale Disbalance der beiden Beteiligten.

Lassen Sie es mich erklären:

Während sich bei Frauen in solchen „Affären-artigen“ Konstellationen oft relativ schnell das Verlangen nach einer festen Beziehung einstellt, braucht der Mann in den meisten Fällen tatsächlich einfach MEHR ZEIT. Mehr Zeit, um sich emotional zu öffnen. Mehr Zeit, um festzustellen, ob diese Frau die Richtige für ihn ist. Mehr Zeit, um sicher zu sein, dass das Ganze nicht schon wieder in einer schmerzhaften und dramatischen Trennung endet.

Die klassischen „Ausreden“ von seiner Seite („Ich bin noch nicht bereit für etwas Festes, ich habe meine Ex noch nicht verarbeitet, ich habe zu viel Stress im Job usw usw“) sind nichts Anderes als das:

Eine verzweifelte Bitte nach MEHR ZEIT (und nach weniger Druck)

Leider sind die wenigsten Männer in der Lage, ihre inneren Zustände KONKRET zu formulieren, weil sie sich dieser Zusammenhänge nur bedingt bewusst sind. Nichts desto trotz bedeutet die (versteckte) Bitte nach mehr ZEIT, nichts anderes als:

„Ich mag dich, du bist mir mittlerweile ans Herz gewachsen, lass uns das Ganze doch einfach weiter genießen. Und wenn du mich nicht unter Druck setzt, KANN ich gar nicht anders, als dich bald als meine Partnerin zu sehen und zu behandeln! Denn du wirst, je mehr Zeit vergeht, immer unersetzbarer für mich“

Fatalerweise passiert aber oft das Gegenteil…

Frauen bewerten die männlichen „Ausreden“ und sein „Zeit schinden“ meistens völlig anders. Sie empfinden dieses Verhalten als einen persönlichen Angriff auf ihre Eitelkeit und auf sich als PERSON.

„Warum will er mich nicht? Warum stößt er mich immer wieder von sich weg? Er KANN es einfach nicht ernst mit mir meinen, er spielt nur mit mir…“

Auch ihre Freundinnen bestärken sie meistens in dieser (falschen) Annahme:

„Du musst dich von ihm lösen, er tut dir nicht gut! Er nutzt dich nur aus!“

Und so baut sich im Laufe der Wochen und Monate ein immer größerer Zwiespalt in der Frau auf. Auf der einen Seite glaubt sie, das Ganze endlich „in trockene Tücher“ bringen zu müssen (ihren Freundinnen kann sie sonst kaum noch in die Augen sehen). Auf der anderen Seite will sie ihm gegenüber nicht wie eine „Drama-Queen“ wirken und ihn unter Druck setzen.

Das Ganze fühlt sich an wie eine endlose Achterbahnfahrt der Gefühle.

In allen anderen Bereichen ihres Lebens hatte sie immer alles im Griff, nur in diesem Bereich, mit DIESEM Kerl – da läuft es absolut nicht rund.

Die ganze Geschichte nagt ungemein an ihrem Selbstbewusstsein, es fühlt sich an, als würde das ganze Leben außer Kontrolle geraten.

„Ich muss das möglichst bald beenden“

„Ich glaube, er ist der Richtige! Wir haben eine unglaubliche Chemie!“

Es wird durch diesen inneren Zwiespalt immer schwerer, an irgendetwas anderes als an IHN zu denken. Von morgens bis abends geistert er in ihrem Kopf herum, es ist der Himmel und die Hölle gleichzeitig…

Und genau DARIN liegt das Problem, liebe Leserin…

Sie sind längst nicht mehr die starke, entspannte und unabhängige Frau, die Sie noch am Anfang waren. Und das spürt er. Und das lässt ihn an der ganzen Sache zweifeln… Und dennoch (auch wenn es nicht danach aussieht) stellt er sich SCHON LÄNGST etwas Festes mit Ihnen vor.

Er ist allerdings durch IHRE eigene, tiefe Verunsicherung genau das:

VERUNSICHERT.

Sie mögen denken:

„Na klar bin ich nicht mehr wie am Anfang. Am Anfang war ich mir doch selbst noch nicht sicher, ob er der Richtige für mich ist! Aber jetzt bin ich es! Bloß ER veranstaltet diesen Eiertanz und will mich nicht. Oder doch…? Ach, ich weiß es nicht, es ist zum verrückt werden…“

Wenn Sie sich in solchen Gedankengängen wiederfinden, weiß ich genau, wie Sie sich fühlen, liebe {!firstname_fix}.

Ich habe mittlerweile unzählige Frauen in genau solchen Situationen beraten und sie aus ihrer Zwickmühle befreien können.

Und hier sind die guten Nachrichten:

Entgegen der „klassischen Annahme“, dass Affären ohnehin keine Aussicht auf eine gemeinsame Zukunft haben, konnte ich in den letzten Jahren entdecken, dass das Gegenteil der Fall ist!

Ihre Freundinnen mögen mir jetzt vehement widersprechen, aber Tatsache ist:

Eine (noch) unverbindliche Affäre oder „Freundschaft Plus“ ist tatsächlich eine extrem gute Ausgangssituation für eine lange, liebevolle und innige Beziehung!

Doch wie komme ich zu dieser Aussage?

Es ist eine meiner größten Leidenschaften, komplexe Probleme zu entwirren und mit möglichst einfachen Mitteln zu lösen. Und genau das hatte ich mir bei meinen Klientinnen mit dem Problem „unverbindliche Affäre“ vorgenommen.

Dieses „Problem Affäre“ konnte ich mittlerweile bei unzähligen Coaching-Klientinnen auflösen. Im Grunde besteht die Lösung nämlich aus nur drei einfachen Schritten:

  1. Das Verständnis WARUM sich dieser Mann so unentschlossen verhält (und dass das NICHTS mit Ihnen persönlich zu tun hat)
  2. Darauf aufbauend ein grundsätzliches Ändern IHRES Verhaltens. Diese Änderung bewirkt in dem noch unschlüssigen Kandidaten eine komplette Veränderung, wie er SIE wahrnimmt. Dadurch werden in seinem männlichen Gehirn Bindungshormone erzeugt, die ihn geradezu ZWINGEN, bald eine Beziehung mit Ihnen einzugehen.
  3. ER wird SIE nach Durchlaufen der einzelnen Schritte um eine Beziehung bitten. SIE haben nun alle Zeit der Welt, darauf zu reagieren. Sie haben den Spieß also herumgedreht 😉

Nachdem ich die ersten Erfolge mit dieser Herangehensweise verbuchen konnte, versuchte ich meine „Formel für beziehungsscheue Männer“ immer weiter zu verfeinern. Zu verbessern.

Ich hatte auch regelmäßigen Austausch mit Berufskollegen zu diesem Thema, um zu sehen, zu welchen Lösungen sie in solchen verzwickten Konstellationen gekommen waren.

Vor allem mit meinem langjährigen Freund und Kollegen, dem Beziehungscoach Martin von Bergen, hatte ich stundenlange Gespräche, wir unterhielten uns teilweise bis tief in die Nacht über besonders komplizierte Fälle.

Ich erinnere mich noch gut an einen geradezu „aussichtslosen Fall“, den wir gemeinsam lösten:

Es ging um einen 45-jährigen Mann, der NOCH NIE in seinem Leben eine feste Beziehung hatte, sondern ausschließlich Affären (oft auch gleichzeitig mit mehreren Frauen). Meine Klientin, die sich auf ihn eingelassen hatte, war überzeugt davon, dass er der Richtige für sie sei. Also lag es an mir und Martin, auch IHN davon zu überzeugen, dass SIE die Richtige für ihn ist…

Ich konnte es selbst kaum glauben, aber nach insgesamt 4 Monaten wandelte sich die emotionale Achterbahnfahrt der Affäre mit Hilfe unseres Plans tatsächlich in eine feste Beziehung! Die beiden sind mittlerweile seit 1 1/2 Jahren ein Paar und „Mr. Casanova“ würde die Dame gegen nichts auf der Welt mehr eintauschen wollen.

Sie können mir glauben, wir waren geradezu geschockt über dieses Ergebnis. Allen voran meine Klientin, die vorher über Monate unglaublich viel Leid und Tränen in diese Affäre investiert hatte.

Nachdem ich also festgestellt hatte, dass diese „Formel“ auch bei den härtesten Fällen funktionierte, fasste ich einen Entschluss:

Ich wollte so vielen Frauen wie möglich aus dieser „emotionalen Falle“ einer Affäre heraushelfen. Und zwar auch denen, die ich nicht persönlich beraten konnte.

Also traf ich mich mit Martin von Bergen und gemeinsam nahmen wir unseren „Fahrplan von einer Affäre in eine Beziehung“ mit allen nötigen Schritten mit einem Mikrofon auf. Und zwar so detailliert, dass alle Eventualitäten abgedeckt werden.

Diesen Plan in Form von Audio-Dateien verschickten wir an etliche unsere Klientinnen, die sich gerade in einer Affäre oder „Freundschaft-Plus“ befanden. Wir waren überaus gespannt, ob man dieses komplexe Problem tatsächlich über ein solches „Audio-Coaching-Programm“ aus der Ferne lösen konnte.

Nach einigen Wochen bekamen wir die ersten Rückmeldungen:

Die jeweils unentschlossenen, „bindungsunfähigen“ Kandidaten verwandelten ihr Verhalten innerhalb kürzester Zeit teilweise MASSIV und völlig überraschend. Sie wurden liebevoll und regelrecht anhänglich. Einer der Männer stand plötzlich mit Blumen vor der Tür und lud seine „Affärenkandidatin“ zu einem gemeinsamen Urlaub ein, wo er ihr dann seine Liebe gestand…(!)

Doch der entscheidende Effekt, den das Programm auf unsere Klientinnen hatte, war der Folgende (und ausnahmslos ALLE berichteten uns davon):

Sie hörten auf, endlos über diesen Mann nachzugrübeln. Sie konnten sich endlich wieder ENTSPANNEN und auf die wichtigen Dinge ihres Lebens konzentrieren. Sie gewannen also die KONTROLLE über ihr Gefühlsleben zurück. Und das (so erzählten es uns die Frauen) war eine ungemeine Erleichterung. Sie führten sich seit Langem wieder selbstbewusst und stark.

Nachdem mir mittlerweile unzählige Frauen persönlich bestätigt haben, dass dieses Programm eine immense Hilfe für ihr emotionales Gleichgewicht ist und der unentschlossene Mann immer verbindlicher wurde, habe ich mich entschlossen, damit an die Öffentlichkeit zu gehen:

—> Hier geht es zum Coaching-Programm

Ich wünsche Ihnen alles Gute!

Ihr Freund Christian Sander

P.S. In meinem Coaching-Programm „Von Affäre zu Beziehung“ erkläre ich Ihnen den inneren Konflikt, den ein Mann spürt, wenn er „für etwas Festes noch nicht bereit ist“. Denn es ist nur die halbe Wahrheit, dass er „sich eine Beziehung momentan nicht vorstellen kann“:

Tief in seinem Herzen WÜNSCHT er sich etwas Verbindliches, vermutlich werden Sie das auch schon insgeheim bemerkt haben. Die Frage ist nur: Was genau blockiert seinen inneren Wunsch nach Verbindlichkeit?

–> Hier erfahren Sie den Grund für seine innere Blockade

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