Warum wollen Männer “Ihre Freiheit”?
Von Christian Sander | Kategorie: Männer verstehen - Wie Männer denken und fühlenVielleicht kennen Sie das:
Wie oft geben Männer diesen Satz von sich:
„Ich brauche meine Freiheit.”
Oft benutzen Männer diesen Satz, um sich aus einer Beziehung „herauszuwinden”, nicht selten ist die sogenannte „Freiheit” einem Mann wichtiger als die Geborgenheit und die Nähe einer Beziehung mit einer liebevollen Frau.
Nun, was meinen Männer eigentlich GENAU mit diesem Satz „Ich brauche meine Freiheit”?
Stellen Sie sich vor, Sie sind in einer Beziehung mit einem Mann. Sie empfinden viel für ihn, sie investieren Gefühle, Zeit und Energie in die Beziehung.
Was tun die meisten Frauen, um Ihrem Partner zu ZEIGEN, dass Sie ihn lieben?
Sie tun ganz einfach das, was SIE sich von IHM wünschen – Sie überschütten ihn mit Nähe und mit Liebesbekundungen, ganz einfach weil Sie glauben, er BRAUCHT das…
Frei nach dem Motto: ” Viel hilft auch viel.”
Seltsam, dass viele Männer genau dann das Weite suchen, wenn man Ihnen zeigt, was Sie einem bedeuten.Um nicht zu sagen, es ist geradezu erschreckend, wie klein das Nähebedürfnis vieler Männer zu sein scheint.
Aber: Der Schein trügt – Männer haben ein genau so großes Bedürfnis nach Geborgenheit und Zuneigung, wie eine Frau.
Nur – Männer zeigen dieses Bedürfnis nur selten und lassen vor allem kaum jemanden in die Tiefe Ihrer Seele schauen. Ich gebe zu, es ist nicht einfach, in das Herz eines Mannes vorzudringen und zu sehen, was sich darin WIRKLICH abspielt.
Ich habe mich in den letzten Jahren intensiv mit dieser Frage auseinander gesetzt und mich gefragt, warum das so ist.
Warum tun sich Männer mit Gefühlen so schwer? Warum glauben Sie, ihre sogenannte Freiheit wäre wichtiger für Sie, als eine erfüllende Beziehung mit einer Frau?
Die Frage ist doch:
Was MEINT ein Mann GENAU, wenn er sagt, er “bräuchte seine Freiheit”?
Die erschreckende Wahrheit ist doch, dass Männer mit dieser neugewonnen Freiheit oft nichts anderes anfangen, als sich der nächsten Frau an den Hals zu werfen. Wie oft habe ich erlebt, dass ein Mann kurz nach einer Trennung eine feste und dauerhafte Beziehung mit einer anderen eingeht. Vielleicht begibt er sich sogar zurück zu seiner Ex-Partnerin.
Was spielt sich da genau in der Psyche der Männer ab?
Okay, ich versuche Ihnen diesen ominösen Satz hier in aller Kürze zu übersetzen:
Das Problem ist, dass Männer mit einem zu viel an weiblichen Gefühlen vor allem in der Anfangsphase nicht umgehen können. Sie verstehen das Nähebedürfnis und die Liebe einer Frau nicht als Beweis von Zuneigung.
Sie interpretieren es sehr oft falsch – nämlich als SCHWÄCHE. Männer sehen sich insgeheim sehr wohl nach Zuneigung und Nähe, allerdings nach der Zuneigung einer STARKEN Frau. Der entscheidende Punkt ist, dass ein Mann sich an eine Frau nur dann dauerhaft binden möchte, wenn er weiß, dass sie eine gewisse emotionale Stärke und Ausgeglichenheit besitzt.
Nur dann kann er sich sicher sein, dass er sich bei dieser Frau auch einmal fallen lassen kann.
Genau das ist es, was sich Männer insgeheim von einer festen Beziehung wünschen: sie möchten sich auch einmal emotional fallen lassen können. Sich öffnen können. Dann nämlich, wenn es ihnen -emotional- schlecht geht.
Und das kann ein Mann -seiner Meinung nach- nur dann, wenn er es mit einer EMOTIONAL STARKEN Frau zu tun hat.
Eine Frau, die sich einem Mann innerhalb kürzester Zeit öffnet und ihn ständig mit Liebeserklärungen überhäuft, ist in seinen Augen BEDÜRFTIG. Einer bedürftigen Frau wird sich ein Mann niemals wirklich anvertrauen können – zumindest glaubt er das…
Das ist der Grund, warum Männer oft das Weite suchen – mit der klassischen Begründung, er braucht seine Freiheit.
Ich hoffe, mit diesem Artikel ein klein wenig Licht ins Dunkel gebracht zu haben.
Ihr Christian Sander
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hallo christian,
ich habe nun innerhalb von wenigsten stunden alle deine bücher und ratschläge gelesen. teilweise neues, teilweise alt-wehrt-bekanntes. alles in allem bin ich überzeugt von deinen ratschlägen, weil ich diese selbst schon seit jahren teilweise, ziemlich erfolgreich, anwende. einen detailierten tipp, bei dem es wahrscheinlich sehr vielen frauen gleich ergeht, konnte ich leider in deinen ratgebern nicht finden.
als überblick:
ich führe seit 4 jahren eine “beziehung” mit einem etwas jüngeren mann. eine regelrechte achterbahn, mit regelmäßigen auszeiten. ich habe nicht das problem, dass er sich nicht genügend in mich verliebt hätte, das gegenteil ist der fall. zum zeitpunkt des kennenlernens war ich kaum an einer festen bindung interessiert. was auf ihn als mann anscheinend ziemlich interessant wirkte. irgendwann hat er mich dann erfolgreich erobert. ich reagierte und reagiere bei konflikten( immer wieder den selben wohlgemerkt) in der hoffnung dann würde sich dies ändern, wie auch gut in deinen ratgebern beschrieben, mit distanz, stärke, positivem denken und der konzentration auf mein eigenes leben. nun gut, die letzte trennung hielt fast ein jahr an, bei der er sich regelmäßig meldete und mir seine sehnsucht gestand. irgendwann, seiner hartnäckigkeit zu verdanken, hat sich daraus wieder eine feste beziehung ergeben. ich bestand anfänglich auf freiraum, ein offenes lieben, weil ich wusste, dass es wieder aufs selbe rausläuft. was für ihn ein absolutes no go war. gut und schön, aber an meinem grundproblem hat sich nichts geändert. ich dachte er hätte es verstanden? nur die schönen dinge rauspicken ist nicht.
ich bin mutter zweier töchter, ich habe den wunsch auf ein harmonisches familienleben mit allem was dazugehört. das macht ihm angst. weil er ja musiker ist, weil er ja 40 stunden arbeiten geht, weil er ja noch freunde treffen will, and so on. was also mit einem mann machen, der – und das schließ ich aus seinen TATEN – wirklich liebt, auch vieles für einen tut, der regelrecht verzweifelt, wenn man beginnt sich zurück zu ziehen – ach was er hat sich abermehrfach darüber beklag er bewundere männer die eine klassisch weibliche freundin an seiner seite haben, die sehr gefühlskräftig mittels häufiger sms und anrufen die nähe des partners suchen/zeigen. wie schaffe ich es nach vier jahren, vielleicht auch räumlich, eine gemeinsame familie zu sein, ohne dass er es mit der panik zu tun bekommt? in meiner situation brauche ich struktur, regelmäßigkeiten, etwas unterstützung wäre auch nicht schlecht. schlicht weg etwas verantwortung! (und ich habe wirklich oft versucht es gut sein zu lassen, ihn aufgrund seines alters, der damit verbundenen unreife, loszulassen. er ist wie ein boomerang, und kommt auf jeden fall zurück. hartnäckiges kerlchen). dennnoch sollten nach vier jahren schon schritte nach vorne zu erkennen sein. im endeffekt befolge ich die ratschläge, halte mich an die spielregeln, keinen druck auszuüben, trotzdem bleibe ich so nun mal auf der strecke. von einem ultimatum rätst du ja deutlich ab, was nun?
über anwort würd ich mich freuen,
noch einen angenehmen tag,
und feine grüße..
Liebe Leah,
das gleiche habe ich auch durchlebt. Lass deinen Musiker ziehen, sonst bleibst du auf der Strecke…Ich hatte auch einen Musiker als Freund, fasst 3 Jahre. Er liebt seine Freihet mehr als alles andere.Ich habe auch 2 Kinder und er ist nicht bereit Verantwortung zu übernehmen. Weder für seine Kinder noch für mich.
Gib die Hoffnun nicht auf, du wirst einen anderen finden, der dich so liebt, dass er besser zu dir passt.
Liebe Grüße